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  • Story: USV gewinnt Oberliga Saisonstart

    Von Sebastian Müller | 23. September 2008

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    Was sich in den Testspielen schon andeutete, setzt sich als Trend fort.

    Die Mannschaft des USV ist noch um einiges davon entfernt, gut eingespielt zu sein. Aus diesem Grund sahen ca. 80 Zuschauer ein sehr zerfahrenes Saisonauftaktspiel. Beide Mannschaften punkteten nicht aus Mannschaftsangriffen, individuelles Können war eher der Grund für die meisten Punkte. Im ersten Viertel konnte sich der USV langsam der benötigten Intensität in der Verteidigung nähern. Obwohl die Gäste den besseren Start erwischten, war es Potsdam möglich, das erste Viertel – Dank starker Leistungen von der Bank, besonders von Alexander Will – für sich zu entscheiden. Krönender Abschluss war ein Buzzer Beater von George Goldberg zum 16:10 Pausenstand.

    Im zweiten Viertel steigerten die Drachen ihre Angriffsleistung und fanden immer wieder die Lücken in der Potsdamer Verteidigung, welche zu einfachen Punkten oder Freiwürfen führten. Potsdam kam besonders in der Verteidigung des öfteren einen Schritt zu spät und musste bedingt durch die Foulsituation viel Wechseln, was dem schon mageren Spielfluss wenig entgegen kam. Man rettet sich aber mit einer dünnen 33:30-Führung in die Kabine. Abermals war der Schlusspfiff von einem ‚Zwoosch-Geräusch‘ von Potsdamer Seite begleitet, das von Hans-Christian Kober, nach Steal, diesmal innerhalb der 6,25-Linie verursacht wurde.

    Das dritte Viertel kann man dann getrost als das unstrukturierteste des Spiels bezeichnen. Viele Fehler auf beiden Seiten führten zu einer eher Run’n’Gun-änhlichen Partie, die hier und da noch die Freiplatzmentalität des Sommer aufblitzen ließ. Erfolgreicher hatte sich in diesem Jahr aber wohl die Drachen auf dem Tartan vorbereitet, übernahmen so die Führung und bauten Sie weiter aus. Den Potsdamern hätte ein wenig Struktur gut getan, jedoch hatte man hier das Gefühl, dass ihnen das Spiel in diesem Viertel zu entgleiten drohte und man sich in Eins-gegen-Eins-Situationen zu verrennen schien. So brachten es die Dahme-Spreewälder kurz vor Ende des dritten Viertels auf eine stattliche 13-Punkte-Führung. Lediglich der 8-0 Lauf, angeführt vom ständig quirligen Potsdamer Shooting Guard Kober, kurz vor Ende des Viertels sorgte dafür, dass am Ende die Gäste nur noch einen 47:50-Versprung ihr Eigen nennen durften.

    Das Schlussviertel begann gästeseitig mehr Struktur zu bekommen, man spielte die Schützen gut frei oder gab den Ball in die Hände des Neu-Drachen-Centers Rohrmann, der deutlich der beste Spieler auf dem Platz war. Die Potsdamer waren immer noch auf der Suche nach dem Zusammenspiel. Starting Point Guard Richard Koch war schon nach kurzer Zeit mit fünf Fouls vom Feld und die drei Langen waren jeweils mit vier Fouls belastet, was den Gästen zu einer zeitweise Sieben-Punkte Führung verhalf. Erst gegen Ende fing sich das Team aus der Landeshauptstadt wieder und mobilisierte die letzten Kräfte. Potsdam schaffte es, durch viel Einsatz und Kampf, den Vorsprung nicht größer werden zu lassen. Man verpasste jedoch ein ums andere mal, den entscheidenden Korb, um den endgültigen Anschluss zu erzielen.

    Erst 1:30 durfte Ex-USVler Basti Gienapp seinen ehemaligen Trainingspartner Marquardt mit einem gekonnten Spin-Move, seinen Mann in Schlagdistanz bringen sehen (58:62). Königs Wusterhausen konnte in der Folge nicht Punkten und Sascha Prentzel verkürzte mit zwei verwandelten Freiwürfen auf 60:62, eine Minute vor Ende. Die Gäste konterten mit einem Wurf zur fast aussichtslosen Vier-Punkte-Führung (60:64). Nun musste es schnell gehen für Potsdam, wollte man noch einmal nach dem Sieg greifen. Im nächsten Angriff wollte man den Ball in den Händen des bewerten Schützen Kober haben. Dazu kam es jedoch nicht, denn Aufbauspieler Schwabe dribbelte sich in eine schier ausweglose Position in der Ecke der Grund- und Seitenauslinie fest. Trotz enger Verteidigung und Gleichgewichtsverlust wird er einen Wurf Richtung Korb hinter der 3er-Linie los und trifft 30 Sekunden vor Ende 63:64! Die Spannung in der Halle ist fast zum knistern gespannt, die Gastgeber gehen auf Ganzfeld-Verteidigung.

    Dann überschlagen sich Ereignisse – die Dragons zeigen Nerven und passen den Ball quer über das Spielfeld, Kober fängt den Ball ab und macht sich auf den Weg zum gegnerischen Korb, lässt drei Verteidiger stehen und serviert bei fünf Sekunden Spielzeit per Lay-up – der Ball springt drei Mal auf dem Ring – die Ein-Punkte-Führung (65:64). Die Halle steht Kopf! Auszeit Königs Wusterhausen und Einwurf von der Mittellinie. Potsdam zeigt sich diesmal jedoch hellwach und lässt lediglich einen Wurfversuch von Hasselbach aus acht Meter Entfernung zu, der die Korbanlage komplett verfehlt. Das Spiel ist aus – Sieg für Potsdam!!

    Alles in allem ein mehr als glückliches Ende für die Havelstädter, in einem Match, in dem beide Mannschaften einen Sieg verdient hätten.

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