• Sponsoren & Partner

  • smoost

  • USV Facebook

  • Ausrüstungspartner

  • USV Shop

  • Qino Quadrat

  • USV YouTube

  • RSV II besiegt USV im Oberligaspitzenspiel: Potsdamer mit zweiter Heimniederlage in Folge

    Von Steven Sticken | 2. November 2008

    1225705400.jpg

    Eine „starke Leistung“ bescheinigte RSV II- Coach Kai Buchmann unmittelbar nach dem Abpfiff dem Team des direkten Tabellennachbarn aus Potsdam. „Wenn ich ehrlich bin, dachte ich im Vorfeld sogar, dass wir hier verlieren könnten“, gab er auf die Frage, ob er mit einem Sieg in dieser Höhe rechnete, zu Protokoll. Doch so ganz konnte sich USV-Coach Mrowietz über dieses „sportliche Kompliment“ nach der deutlichen 54:80 (21:34)-Heimpleite nicht freuen, denn zu tief saß noch der Frust über die verpasste Chance, die Tabellenführung gegen den Lokalrivalen vor rund 110 Zuschauern in Golm zurückzuerobern. „Die Stahnsdorfer haben uns mit ihrer starken Defensive den Zahn gezogen. Hinzu kam, dass wir zu unflexibel auf ihre wechselnde Mann- und Zonenverteidigung reagiert haben und so zu viele Ballverluste produzierten“, resümierte der 28-Jährige Blondschopf vom USV.

    Das Spiel begann temporeich und war bereits im ersten Viertel gespickt mit einigen Basketball-Leckerbissen. So brachte RSV-Urgestein Kai Landvoigt die Gäste mit einem Dreier in Führung, ehe kurze Zeit später der Stahnsdorfer „Sousou“ Diallo nach einem Fastbreak die orangene Pille spektakulär durch die USV-Reuse stopfte, so dass sich Mrowietz durch diesen schnellen 3:11-Rückstand (5. Minute) genötigt sah, die erste Auszeit zu nehmen. Wenige Augenblicke später aber brachte auch Stefan Eckhardt durch einen Tip-Dunk nach einem Offensiv-Rebound den Potsdamer Korb verdächtigt zum Wackeln.

    Gegen den 2,13 Meter Riesen Eckhardt aus Stahnsdorf, der dort auch im Bundesliga-Team zum Einsatz kommt, wirkte nicht nur Potsdams Längster Markus Voß (2,04 Meter), vor allem bei Offensivaktionen, teilweise recht hilflos, denn immer wieder wehrte dieser die USV-Wurfversuche auf spektakuläre Weise per Block ab.
    Apropos Weise. So musste der erst 18-Jährige Potsdamer Flügelspieler Michael Weise, den wegen Urlaub abwesenden Routinier Sascha Prentzel, von der zweiten Mannschaft kommend ersetzen. Doch er erledigte seine Aufgabe recht ordentlich. „Mit einigen gelungen Offensivaktionen und getroffenen Freiwürfen gab er dem Team wichtige Impulse“, so Mrowietz. Doch auch Weise konnte nicht verhindern, dass sein Team bereits nach dem ersten Viertel mit 20:9 zurück lag.

    Beim Stande von 13:26 (13. Minute) hatten die USV-Spieler ihre wohl beste Phase im Spiel. Mit Punkten von H.-C. Kober und Tobias Barthel konnten sie den Rückstand binnen drei Minuten auf 19:26 verkürzen und auch in der Defensive durch einen Block von Richard Koch an Mucheba Zimba ein Ausrufezeichen setzen. Doch die Buchmann-Truppe zeigte sich durch dieses Aufbäumen des USV nur kurzzeitig irritiert und fand nach einer Auszeit wieder zurück in die Erfolgsspur, so dass sich der USV schließlich mit einem 21:34-Rückstand zur Halbzeitansprache in die Kabine verabschiedete.

    Doch auch die obligatorische Kabinenpredigt des USV-Trainergespanns entfaltete nicht die gewünschte Wirkung, denn der RSV kam mit viel mehr Dynamik und Siegeswillen zurück aufs Parkett und konnte seine Führung sogar auf 47:28 (26. Minute) weiter ausbauen. Großen Anteil daran hatte RSV-Guard Mucheba Zimba, der im Angriff mit wichtigen Korblegern und einem Dunking für den Spielentscheidenden RSV-Lauf sorgte und auch durch seine zahlreichen Offensiv-Rebounds und Anspiele sein Team beflügelte. Nach drei gespielten Vierteln lag die Eintracht nun schon mit 58:37 in Front und fing zu diesem Zeitpunkt an zu „Zaubern“, was Trainer Buchmann aber gar nicht gefiel. Vor allem Diallo verstopfte sich ein ums andere Mal, anstatt aus Sicht seines Trainers lieber den „sicheren“ Korbleger zu versenken.

    Nachdem USV-Guard Alexander Will mit einem spektakulären Lay-up in der 32. Minute (40:61) die USVans noch einmal von den Sitzen holte, bewies eben dieser Diallo dann doch noch seine Flugqualitäten, indem er gleich zweimal binnen einer Minute die USV-Korbanlage per Slam Dunk auf Stabilität testete (67:40).

    So ging es denn auch in den letzten Spielminuten weiter „hoch und runter“, wobei der USV die Gäste zumindest nicht weiter enteilen ließ. Am Ende waren es viele Faktoren, die den RSV zu einem hohen Sieg in Golm führten und so Potsdam seine zweite Heimniederlage in Folge beibrachte.
    Zum einen die Spielstärke und die athletische Überlegenheit einer regionalligatauglichen RSV-Mannschaft, die so vor allem die Bretter kontrollieren konnte, die Abwesenheit von USV-Center Prentzel, aber zum anderen auch die mangelnde Chancenverwertung des USV, für die Sinnbildlich der sonst so treffsichere Patrick Isensee stand. Erst in den letzten Minuten konnte sich der 19-jährige Topscorer (11,3 Punkte pro Spiel) vom USV mit zwei Freiwürfen und einem erfolgreichen Dreipunktewurf in die Punktestatistik eintragen.

    Am kommenden Sonnabend können die USV-Korbjäger beim Aufsteiger WSG Fürstenwalde (Spielhalle an der Kleinbahn, 17 Uhr) diese schmerzliche Derby-Niederlage vergessen machen. Doch das dies kein Selbstläufer werden wird, dürfte allen im Team klar sein, denn die WSG gewann nicht unüberraschend beim USV-Bezwinger Preußen Frankfurt am heutigen Sonntag mit 93:73 und steht nun punktgleich mit den Potsdamern auf Rang drei der Oberliga-Tabelle.

    USV Stats: Kober (12 Punkte), Marquardt (7/ 7 Rebounds), Koch (7/4), Barthel (6/4), Isensee (5/5), Weise (5), Voß (4/6), B. Fimpel (3/5), Will (3/ 3 Assists), Goldberg (2), Berlin, Zenk

    (Foto: Charles Breitkreuz)

    Komplette Statistik zum Spiel

    Category Herren I | Kein Kommentar »

    Home

    Kommentare