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  • Schwaches drittes Viertel brachte die Ernüchterung: USV Potsdam verliert erneut und sucht derzeit seine Form

    Von Steven Sticken | 10. November 2008

    Mit dem besten Saisonauftakt seit einem halben Jahrzehnt und mit vier Siegen in Folge gestartet, ist Basketball-Oberligist USV Potsdam nach den Niederlagen gegen Frankfurt (56:57), Stahnsdorf (54:80) und nun am Sonnabend auch gegen Fürstenwalde (79:87), in der harten Ligarealität der höchsten Brandenburger Spielklasse angekommen.

    Nach zwei schwachen, aber dennoch fast ausgeglichenen Vierteln (17:18, 22:22), in denen die Potsdamer in der Defensive auffallend ängstlich agierten und den Gästen zuviel Platz für Offensive-Rebounds (15:21) und zweite Wurfchancen ließen, musste USV-Coach Bernd Mrowietz reagieren und seinem Team in der Halbzeitansprache das nötige Selbstvertrauen wiedergeben.

    „Wir haben bis zu diesem Zeitpunkt einfach nur mitgespielt, ohne wirklich Druck auf den Aufsteiger auszuüben. Hinzu kamen viele individuelle Fehler und Nachlässigkeiten beim Box-Out“, so der enttäuschte Potsdamer Head-Coach.

    Doch leider fand das Potsdamer Team nach der Pause nicht zurück ins Spiel. Im Gegenteil. Der Aufsteiger mit dem eigenwilligen Namen „Wood Streets Giants“, zeigte jetzt warum er, ähnlich wie das Überraschungsteam aus der Fußball-Bundesliga 1899 Hoffenheim, zum Ligaschreck avancierte und damit zu Recht an zweiter Tabellenposition steht. Die „Holz-Straßen-Giganten“ konnten sich im dritten Abschnitt sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung enorm steigern und befanden sich zu diesem Zeitpunkt, angetrieben durch die starke Spielweise ihrer Besten Alexander Bamberg (26 Punkte/ 6 Steals) und Sven Laser (24/ 9 Rebounds), alles andere als auf dem Holzweg. Mit einem kurzen Zwischenspurt zu Beginn des dritten Viertels (48:39, 22. Minute), konnte sich die WSG vor den rund 100 Zuschauern nun deutlicher absetzen, was das Publikum natürlich mit tosendem Beifall honorierte.

    Potsdam wirkte zu diesem Zeitpunkt verkrampft und traf den Korb nicht mehr. Nur magere elf Punkte (27 WSG) erzielte der USV in diesem Abschnitt und stärkte durch leichtsinnige Fehlpässe den Siegeswillen der Gastgeber. Hinzu kamen sinnlose Diskussionen über strittige Entscheidungen mit dem Schiedsrichtergespann Pudack und Gunhold, die wie jeder Sportler weiß, im Grunde nichts bringen.

    Mit einem deutlichen 50:67-Rückstand startete der USV in den entscheidenden Spielabschnitt. USV-Trainer Mrowietz zog seinen letzten Trumpf und stellte auf eine Pressverteidigung um und plötzlich lief es wieder. Punkt um Punkt holte Potsdam auf, auch wenn die WSG unter Druck weiterhin schwierige Würfe traf. Auf Potsdamer Seite drehte der quirlige Shooting-Guard Alexander Will auf und machte am Ende in knapp 20 Minuten, mit zwölf Punkten, vier Steals und drei Assists sein bestes Saisonspiel für „Potsdams Erste“.

    Neben Will konnte auf Seiten des USV auch wieder Patrick Isensee mit 16 Punkten und 5 Vorlagen überzeugen, nachdem er gegen den RSV II auf dem Feld kaum in Erscheinung getreten war. Zwar punkteten für den USV auch Sven Marquardt (14), H.-C. Kober (13) und Marcus Voß (10) zweistellig, jedoch reichte diese geschlossene Offensiv-Leistung nicht aus, um die 79:87-Auswärtsniederlage beim Aufsteiger zu verhindern.

    Erwähnenswert, die hundertprozentige WSG-Trefferquote von der Freiwurflinie (14/14), der USV brachte hingegen nur knapp die Hälfte seiner Versuche im Gästekorb unter (8/15).

    Nach dieser bescheidenen Vorstellung des USV-Teams, ziehen die Fürstenwalder nun in der Tabelle an den Potsdamern vorbei und können damit auf eine äußerst erfolgreiche Hinrunde mit fünf Siegen und zwei Niederlagen zurückblicken. Der drittplatzierte USV (4:3) hat nun drei trainingsintensive Wochen vor sich, um bis zum Beginn der Rückrunde am 29. November, mit dem Spiel gegen die WSG K. Wusterhausen, wieder in die „alte“ Form vom Saisonbeginn zu finden.

    „Wir werden an unseren Fehlern weiter hart arbeiten, damit wir unser Ziel nicht aus den Augen verlieren“, blickt Mrowietz dennoch positiv in die Zukunft. Das Ziel das der Potsdamer Trainer anspricht, ist weiterhin ein Platz unter den ersten vier Mannschaften, der die Berechtigung für die Teilnahme an der Meisterrunde bedeuten würde.

    USV Stats: Isensee (16), Marquardt (14), Kober (13/4 Assists), Will (12), Voß (10), Prentzel (7/10 Rebounds/7 Assists), Barthel (6), Goldberg (2), Fimpel, Berlin, Koch

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