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  • Herren I -Team zieht nach durchwachsender Hinrunde eine Zwischenbilanz: H.-C. Kober im Interview

    Von Steven Sticken | 19. November 2008

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    Halbzeit in der Basketball-Oberliga. Zeit, ein Zwischenfazit für die Mannschaft um USV-Trainer Bernd Mrowietz zu ziehen. Die Potsdamer kamen nach furiosem Start mit vier Siegen in Folge plötzlich ins Straucheln und verloren drei Spiele in Folge. Auslöser dieser Negativserie war die Ein-Punkt-Niederlage daheim gegen Preußen Frankfurt (56:57), mit einem Treffer der Gäste in letzter Zehntel-Sekunde, der eigentlich nicht hätte zählen dürfen, da die Spielzeit bereits abgelaufen war. Doch so nahm die unrühmliche Serie ihren Lauf, die mit einer deutlichen Heimpleite gegen den RSV Stahnsdorf II (54:80) und am darauf folgenden Wochenende beim Aufsteiger Wood Streets Giants, mit einer 79:87-Niederlage ihr vorläufiges Ende fand.

    Einer, der sich in dieser Saison stark verbessert hat und mit 11,7 Punkten (2007/08: 8,2 Punkte pro Partie) zum Topscorer des Tabellendritten avancierte, ist der 27-jährige Sportstudent Hans-Christian Kober. Nach dem Spiel gegen Fürstenwalde stand der 1,80 Meter große Shooting-Guard, dem Presseverantwortlichen der Abteilung Basketball, Jens Potschwadek, Rede und Antwort.

    Nach dem tollen Saisonstart jetzt drei Niederlagen in Folge. Warum hat es auch gegen die WSG Fürstenwalde nicht geklappt mit einem Sieg? Das Team war komplett und hoch motiviert oder?

    Klar waren wir gegen den direkten Verfolger top motiviert. Nach den zwei Heimniederlagen wollten wir in Fürstenwalde auch die Chance nutzen, uns zu rehabilitieren. Das hat leider nicht geklappt. Fürstenwalde hat ein gutes Team und steht zu Recht auf einem Playoff-Platz. Dennoch denke ich, besitzt unsere Mannschaft die Qualität, Teams wie Fürstenwalde und auch Frankfurt zu schlagen. Ausschlaggebend für die Niederlage war ein schlechter Start ins dritte Viertel. In dieser Phase verhalfen wir den Fürstenwaldern durch eine schlechte Wurfauswahl und individuelle Fehler zu leichten Fastbreakpunkten und einem komfortablen Vorsprung. Erst im vierten Viertel konnten wir durch eine aggressive Verteidigung wieder den Anschluss herstellen. Leider zu spät.

    Haben einige Spieler Probleme ihre volle Leistung abzurufen oder spielt der USV zu „systemorientiert“? Wie schätzt Du deine eigene Leistung ein. Du bist ja einer der verlässlichsten Spieler was das Scoring angeht, mit knapp zwölf Punkten pro Partie.

    Wir haben jetzt die Vorrunde hinter uns – sieben Spiele, da ist dann mal ein individuell Besseres und ein Schwächeres dabei. Das ist normal, denke ich. Wichtig ist, dass man solche Schwankungen als Team abfangen kann. Ich glaube auch nicht, dass wir zu systemorientiert spielen. Feinheiten im Zusammenspiel und bei unseren Systemen können aber immer noch verbessert werden. Zum Beispiel müssen wir noch besser die Optionen aus unseren Systemen heraus erkennen und nutzen. Mit meiner eigenen Leistung bin ich eigentlich ganz zufrieden. Was das Scoring angeht, muss ich Dir leider widersprechen. Besonders bei unseren Niederlagen gegen Frankfurt und Stahnsdorf habe ich sehr schlechte Wurfquoten abgeliefert.

    Nach der erneuten Niederlage gegen den Aufsteiger aus Fürstenwalde stellt sich die Frage, ob der USV überhaupt noch Chancen auf den Titel hat oder ist das momentan kein Thema bei euch?

    Die Meisterschaft ist für uns erst einmal kein Thema. Unser Ziel ist es, die Playoffs zu erreichen. Bis dahin wird sich zeigen, ob wir im Titelkampf eine Rolle spielen können.

    Wie geht es jetzt nach der doch sehr durchwachsenden Hinrunde mit vier Siegen und drei Niederlagen weiter, was wird verändert?

    Ich gehe davon aus, dass wir so weitermachen, wie bisher. Wir müssen weiter an unserem Spiel arbeiten und versuchen, immer besser zu werden. Jeder für sich und als Team.

    Das sagt sich immer so schnell, doch wie kann das im Einzelfall konkret aussehen? Gibt es evtl. auch etwas, was die Trainerriege optimieren könnte?

    Es gibt tatsächlich ein Problem, mit dem wir in dieser Saison mehr zu kämpfen haben als zuvor. Berufsbedingt können einige Spieler und auch Bernd (Mrowietz), als Trainer, nicht immer am Training teilnehmen. Darunter leidet besonders unser taktisches Zusammenspiel. Ansonsten sind unsere Trainingsbedingungen sehr gut. Mit drei Einheiten pro Woche haben wir mehr Möglichkeiten als die meisten unserer Konkurrenten. Ein Trainingskader aus Spielern der zweiten Herren hilft aus, wenn Not am Mann ist und mit Christian Pinnow haben wir einen kompetenten Co-Trainer, der das Training übernimmt, wenn Bernd beruflich unterwegs ist. Das sind die Gegebenheiten. Jetzt müssen wir Spieler versuchen, das Konzept unserer Trainer besser auf das Parkett zu bringen.

    Wie gut hat die Mannschaft den Abgang von Sebastian Gienapp (Future Basket Berlin) und Paul Seyffert (Australienaufenthalt), immerhin zwei wichtige Leistungsträger, Deiner Meinung nach wirklich verkraftet? Wie haben sich die Neuen, Richard Koch, Benedikt Fimpel, Patrick Zenk, Alex Will und George Goldberg bislang ins Team integrieren können?

    Keine Frage, mit Basti und Paul müssen wir in dieser Saison auf zwei sehr starke Spieler verzichten. Beide hatten in der letzten Saison, mit jeweils 11 Punkten pro Spiel, großen Anteil an unserem Erfolg – von Rebounds, Blocks, Assists und Steals ganz abgesehen. Dass mit Mike (Charnow) aber auch noch unser zweiter etatmäßige Aufbauspieler (verletzungsbedingt) ausgefallen ist, hat uns große Schwierigkeiten bereitet. Mit Richard und Benedikt ist diese Lücke aber gut ausgefüllt. „Bene“ ist erst in der laufenden Saison zu uns gekommen und hat sich schnell integriert. Beide sind aber noch nicht an ihrer Leistungsgrenze. Das braucht einfach noch ein paar Spiele. Genau wie bei George und Paddy (Zenk). Mit Alex Will hat es außerdem ein Spieler in die 1. Herrenmannschaft geschafft, der schon in der U20 seine Qualitäten gezeigt hat. Insgesamt also fünf Neue. Die Teamchemie stimmt schon jetzt und ich bin zuversichtlich, dass wir auch auf dem Feld noch besser zusammen finden werden.

    Eine letzte Frage noch zu Deinen beruflichen Aussichten? Mit Deinem Studium der Sportwissenschaft bist Du fast durch. Was kommt danach? Bleibst Du nach der Fertigstellung Deiner Diplomarbeit dem USV weiterhin erhalten?

    Ich würde auf jeden Fall gerne verlängern (lacht). Der USV ist ein besonderer Verein. Es gibt hier so viele Leute, die sich ehrenamtlich engagieren und etwas aufbauen wollen. Seit dem Zusammenschluss der Potsdamer Basketball-Vereine, unter dem Mantel des USV Potsdam, ist hier wirklich viel passiert und es macht Spaß daran Teil zu haben. Leider hängt das davon ab, ob ich in Potsdam bleiben kann. Konkrete Pläne gibt es noch nicht.

    Das Gespräch wurde vor dem Pokalspiel des USV Potsdam gegen den Ruppiner SV aufgezeichnet.

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