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  • USV Potsdam löst das „Playoff-Ticket“ – Krimisieg im Oberligaderby

    Von Steven Sticken | 19. Januar 2009

    Bereits am Sonnabend und damit einen Spieltag vor dem Ende der Hauptrunde, sicherten sich die Basketballer vom USV Potsdam mit einem hauchdünnen 59:58 (38:25)-Auswärtserfolg beim Topaufstiegsfavoriten RSV Stahnsdorf II, einen der begehrten vier Playoff-Plätze. „So stark wie sich der RSV II zuletzt präsentierte, hätte wohl niemand hier in der Halle auf einen Sieg von uns gesetzt. Das war unser Vorteil, den wir heute mit viel Kampf und Cleverness ausgenutzt haben“, so ein hocherfreuter USV-Trainer Bernd Mrowietz nach dem Abpfiff.

    Doch nicht nur durch ihre clevere und kampfbetonte Spielweise zeichneten sich Potsdams beste Basketballer, vor allem in der ersten Halbzeit, aus. Mit Rückkehrer Sebastian Gienapp (Future Baskets Berlin) stand wieder ein alt bekannter USV-Akteur auf dem Feld, den Gästecoach Kai Buchmann wohl nicht auf seiner Rechnung hatte. Der 2,06 Meter große Gienapp wechselte quasi „über Nacht“ am Ende der Woche von den Future Baskets zurück an seine alte Wirkungsstätte, auch dank tatkräftiger Mithilfe von Abteilungsleiter Steven Sticken, der dafür alle Hebel in Bewegung setzte.

    Gienapp, der sich bei den Baskets nicht wirklich heimisch fühlte und auch im Kampf um Spielminuten nie richtig durchsetzen konnte, freute sich nach dem Spiel einen wichtigen Beitrag zum Sieg seines Teams beisteuern zu können. „Wir haben mehr gekämpft und haben den Sieg dadurch auch mehr verdient“, sagte er nach der Begegnung. Allerdings ist seine Rückkehr nur eine auf Zeit, denn nach Ablauf der aktuellen Spielzeit, will der dann 22-Jährige in den USA auf Korbjagd gehen. Genauer gesagt am Walters State Community College in Morristown (Tennessee), an der Gienapp ein Basketball-Stipendium bekommen hat. „Ich war bei meinem letzten USA-Aufenthalt im Oktober dort Vorspielen und habe Coach Bill Carlyle wohl von mir überzeugen können“, freut sich der schlacksige Center mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Doch es soll wohl kein Abschied für immer werden, denn nach der vierjährigen Studienzeit, möchten er und seine Frau Alisha, deren Familie auch in Tennessee lebt, voraussichtlich wieder nach Deutschland zurückkehren.

    Nach einer starken ersten Halbzeit des USV Potsdam, an deren Anfang Sven Marquardt den USV mit vier Punkten in Folge in Führung brachte und an deren Ende ein kaum für möglich gehaltenes 38:25 für den USV an der Anzeigetafel stand, fand der ersatzgeschwächte RSV so langsam wieder zu alter Form zurück. Die Buchmänner spielten aggressiver und stellten auf eine Mann-Mann-Ganzfeldverteidigung um, dieses zeigte Wirkung. Potsdam kam kaum noch zu einfachen Würfen und Stahnsdorf punktete hauptsächlich durch Freiwürfe.

    So stand nach 30 Minuten lediglich ein 46:39 und zwei Minuten später nur noch ein 46:43 (32.) für die Potsdamer zu Buche. 26 Sekunden vor Ende war Stahnsdorf auf vier Zähler dran. Nach einem nicht geahndeten Foul beim Kampf um einen Offensive-Rebound an USV-Center Sascha Prentzel, begeht dieser ein „dummes“ Frustfoul, was die Unparteiischen als „unsportlich“ und mit zwei Freiwürfen für den RSV einstuften. Mucheba Zimba traf im Anschluss aber nur einen der beiden fälligen Freiwürfe, doch nur Sekunden später versenkte der Ex-USV-Spieler Kai Landvoigt in Bedrängnis einen Dreipunktewurf zum 58:58-Ausgleich (39.). Dann wurde es hektisch auf dem Feld. Nach Einwurf Potsdam auf Hans-Christian Kober, wird dieser von Zimba beim Passversuch gefoult, fast gleichzeitig ertönt die Schlusssirene. Schiedsrichter Thomas Gunhold zeigt zur Freiwurflinie des RSV. „Die beiden Freiwürfe werden noch ausgeführt, dananch ist Schluss“, so sein nüchterner Kommentar. USV-Guard Kober (Saison 08/09: 75 Prozent von der Freiwurflinie) verwirft den Ersten aber netzt den Zweiten dann doch noch relativ sicher zum 59:58-Endstand für Potsdam ein. “Meine Knie haben bei den Würfen ganz schön gezittert“, sagte er nach der Partie mit einiger Erleichterung. Bester Werfer der Partie wurden der Potsdamer Patrick Isensee mit 17 Punkten und Kai Landvoigt (17) vom RSV II.

    USV-Stats: Isensee (17), Gienapp (11), Kober 9, Marquardt (6/ 7 Rebounds), Prentzel (6/ 11), Fimpel, M. (5/ 4 Steals), Koch (5/ 5 Rebounds), Barthel (5 Rebounds), Berlin (4 Assists), Fimpel, B. (6 Rebounds, 5 Assists), Sticken, Voß

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