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  • Herzschlagkrimi mit glücklichem Ende

    Von Steven Sticken | 9. Februar 2009

    Das war nichts für schwache Nerven. Was sich in den letzten fünf Minuten in der Regionalligabegegnung zwischen dem USV Potsdam und der BG 2000 Berlin abspielte glich einem Bestseller-Krimi. Eigentlich schien die Partie schon längs zu Gunsten der Potsdamerinnen beim Stand von 53:39 entschieden. Doch oftmals trügt der Schein. So auch hier. Das Ende der Geschichte war noch lange nicht geschrieben. Die Ereignisse überschlugen sich. Angetrieben von einem schier unbändigen Kampfgeist starteten die Berliner Gäste eine unglaubliche Aufholjagd. Mit Erfolg. Punkt um Punkt ließen sie den Vorsprung schmelzen. Die USV-Spielerinnen wirkten wie Statisten, die sich ihrem Schicksal einfach hingeben. Total unerklärlich, denn bis dato waren sie die dominierende Mannschaft auf dem Feld. Sie hatten über den gesamten Spielverlauf die Zügel in der Hand. Doch nun glitten sie ihnen aus den Händen. Eine Minute vor dem Schlusspfiff stand es plötzlich 57:57.

    Was war passiert? Begonnen hatte das Spiel etwas vorsichtig. Beide Mannschaften testeten einander ab, wobei BG schneller den Rhythmus fand und in Führung ging (9:13, 8. Spielminute). Die USV-Damen brauchten etwas Zeit um sich auf die Berliner Ball-Raum-Verteidigung einzustellen. Dies gelang ihnen aber zusehends besser und so übernahmen sie auch folgerichtig die Regie auf dem Parkett (15:13, 10. Spielminute).

    Im zweiten Viertel gelang es dem Gastgeber sich weiter abzusetzen. BG hatte starke Schwierigkeiten sich Korbchancen zu erspielen. Die USV-Verteidigung stand gut und so gelangen den Berlinerinnen lediglich vier Punkte in dem gesamten Spielabschnitt. „Wir haben in dieser Phase unsere eigenen Fehler reduziert und sehr konzentriert agiert. Die Stabilität war da und so konnten wir das Gesehen auf dem Feld kontrollieren“, freut sich USV-Trainer Steffen Merker über die starke Vorstellung seiner Schützlinge, die mit einem 12-Punkte-Polster (29:17) in die Halbzeitpause gingen.

    Auch nach der Pause änderte sich das Bild nicht. Der USV stellte die Weichen ganz auf Sieg. Mit sehenswerten Aktionen bauten sie die Führung aus (38:29, 26. Spielminute / 47:30, 30. Spielminute). Doch dann passierte es. Im USV-Spiel machte sich Stagnation breit. „Warum das passierte kann ich mir eigentlich nicht erklären. Vielleicht fühlten wir uns schon zu sicher. Vielleicht hatten wir im Kopf das Spiel schon gewonnen“, sucht Merker nach Erklärungsansätzen für den plötzlichen Leistungsabfall seiner Mannschaft.

    Die Machtverhältnisse haben sich von einen auf den anderen Moment geändert. Jetzt waren die Berlinerinnen am Drücker. Sie hatten die Hoffnung auf einen Erfolg trotz des hohen Rückstandes nicht aufgeben. Mit viel Ehrgeiz und Kampfgeist läuteten sie mit einem 3-14 Lauf die Aufholjagd (56:53, 39. Spielminute) ein. Angetrieben von Maike Delow (21 Punkte) und Eva-Maria Risse (16 Punkte) schaffte die BG den 57:57-Ausgleich. Jetzt wurde das Spiel zu einer einzigen Nervenprobe. Viele Fouls und Freiwürfe prägten die letzte Spielminute. Auf beiden Seiten fing das große Flattern an. Hier ein vergebener Korb, da ein haarsträubender Fehlpass und dort ein verworfener Freiwurf (Freiwurfquote: USV 13/27, BG 3/12). Am Ende war Fortuna aber dem USV etwas wohlgesonnener. Centerin Kristin Wick erlöste mit ihrem erfolgreichen Freiwurf ein paar Sekunden vor Ende alle Beteiligten. Der USV gewinnt am Ende 58:57 (15:13/ 14:4/ 18:13/ 11:27). „Wir haben unsere Pflicht erfüllt und gewonnen. Aber es so spannend zu machen war völlig unnötig. Die Mannschaft hat 35 Minuten gut gespielt und sich dann aber fast noch selbst um den verdienten Lohn gebracht. Das ist eine unserer größten Schwächen. Wir können die Konstanz nicht über die gesamte Spielzeit halten“, resümiert Merker. „Aber Respekt an BG. Sich nicht aufzugeben und mit diesem Siegeswillen das Spiel noch fast zu kippen. Hut ab“, zollt Merker abschließend dem Gegner gebührend Anerkennung.

    Punkteverteilung:

    Kobudzinski 24; Wick, Kristin 21; Neumann 7; Walter 3; Haack 2; Ratjen 1;Graf; Baumgart; Köhler

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