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  • Bittere Niederlage im Playoffauftakt

    Von Sebastian Müller | 23. Februar 2009

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    Video: Bastian Fenger

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    Es gibt Tage, da fällst du aus dem Boot und triffst nicht das Wasser. So oder so ähnlich kann man aus Potsdamer Sicht das dritte Viertel des Oberliga Playoffspiels des USV Potsdam gegen die WSG Fürstenwalde zusammenfassen. 24:10 der Viertelscore für die Giganten aus Fürstenwalde, hängende Köpfe auf Seiten des USV- die Vorentscheidung? Dabei begann doch alles gar nicht mal so schlecht.

    Potsdam begann die Partie konzentriert, agierte mit Fürstenwalde auf Augenhöhe. Die Hausherren treffsicher von Außen, Potsdam gut am Brett. Die Führung wechselte ganze sechs Mal, fünf Mal Gleichstand. 18:19 hieß es am Ende der ersten zehn Minuten – das Spiel völlig offen.

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    Dann glühte der der Fürstenwalder Express das erste Mal vor. Ein 6-0 Lauf, in dem u.a. Alexander Bamberg mit einem spektakulären Dunking den Ball ins Netz drosch, zwang Potsdams Trainer Bernd Mrowietz zu seiner ersten Auszeit. Der Abstand sollte sich jedoch in den nächsten vier Minuten nicht verkürzen. Erst drei Minuten vor der Halbzeitpause konterte der USV mit einem 10-0 Lauf ehe Sebastian Mundt kurz vor Ablauf der Spieluhr seine Mannschaft mit seinem bis dato schon vierten Dreipunktwurf 34-35 in Führung warf. Einen Punkt hinten, da ist doch noch alles offen!

    Dann jedoch das bereits schon angesprochenen dritte Viertel. In den ersten drei Minuten legten die Hausherren einen ersten spektakulären 10-0 Lauf hin (34-45) und zwangen Potsdam ein weiteres Mal zu einer Auszeit. Doch Fürstenwalde nutzte diese Pause um kurz Luft zu holen und zu einem anscheinend vorentscheidenden Sturmlauf anzusetzen, denn in den nächsten fünf Spielminuten zelebrierten die Gastgeber, unterstützt durch unnötige Ballverluste seitens Potsdams, ihr Fastbreakspiel. Sebastian Mundt und Alexander Bamberg setzten die Hauptakzente und kombinierten in dieser Phase für 14 Fürstenwalder Punkte. 19 Punkte Rückstand (38-57). Die Anzeigetafel, zumindest auf Potsdamer Seite, schien lange Zeit arbeitslos. Dann jedoch ein kleiner Lebensfunken, denn der USV schafft es zumindest mit zwei seiner in diesem Viertel insgesamt drei Treffern aus dem Feld ein Lebenszeichen von sich zu geben. Die Anzeigetafel zeigte nach Ende des Spielabschnitts einen Stand von 44-59./

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    Eigentlich ist die Geschichte des Spiels ja schon erzählt und wir könnten dieses Basketballspiel zu den Akten legen, wäre da nicht der letzte Akt! Denn wer denkt der USV gäbe sich seinem Schicksal hin der irrt. Durch eine äußerst engagierte Aufholjagd sträubten sich die Landeshauptstädter gegen eine hohe Niederlage. Defensiv umgestellt auf Ganzfeldpresse gelangen vier schnelle Punkte zu Beginn des letzten Spielabschnittes und zwangen wiederum Fürstenwalde zu einer Auszeit. Drei Minuten später wieder Timeout Fürstenwalde, denn Potsdam gelang es sich zurück ins Spiel zu kämpfen und vier Minuten vor Spielende auf fünf Punkte (57-62) zu verkürzen. Hauptakteure in dieser Phase des Spiels auf Potsdamer Seite Hans-Christian Kober (5 Punkte) und Sebastian Gienapp, der sich ein hartes Duell mit seinem Gegenpart Enzenroß (5 Blocks) lieferte und nun entscheidende Punkte ablieferte. Fürstenwalde ließ in Folge den Vorsprung wieder auf zehn Punkte ansteigen lassen, denn Mundt gelang in Überzahl ein Dreipunktspiel und Bamberg brachte das in dieser Phase angespannte Fürstenwalder Publikum durch einen weiteren krachenden Dunking zurück ins Spiel (57-67).

    Dann wieder kippte das Spiel zu Gunsten Potsdams. In den nächsten zwei Minuten zwang man durch gute, aggressive Verteidigung Fürstenwalde zu Fehlern und nutzte diese um mit einem Endspurt doch noch das unmögliche möglich zu machen. 58 Sekunden vor Schluss traf Aufbauspieler Benedikt Fimpel zum 67-70. /

    Doch leider konnte Potsdam den Sprint nicht über die Ziellinie bringen. Offensiv prägten auf Seiten des USV Ballverluste und schwierige, teils überhastete Wurfaktionen das Spielgeschehen. Defensiv konnte der Gegner nur noch durch Fouls an Offensivaktionen seinerseits gehindert werden. Fürstenwalde schwächelte jedoch von der Linie und konnte in den letzten 30 Sekunden nur vier von insgesamt acht Freiwürfen verwerten. Beim letzen Freiwurf für die Gastgeber holte sich Sascha Prentzel den Rebound, wurde jedoch aus Sicht Potsdams durch Foul zu Boden geworfen. Dabei wurde ihm der Ball aus der Umklammerung gerissen und Alexander Bamberg nutzte diese Gelegenheit um mit einem 3er über Brett inklusive Buzzer zum 69-77 Endstand einzunetzen.

    Fazit: Um Fürstenwalde in Zonenverteidigung in eigener Halle zu schlagen, reichen keine engagierten drei Spielabschnitte, oder um alte Basketballweisheiten zu zitieren: Das Spiel dauert vier mal zehn Minuten! Gut das dies an diesem Abend für beide Mannschaften galt – aus Potsdamer Sicht leider mit dem falschen Ergebnis.

    Um abschließend einen Potsdamer Zuschauer zu zitieren: „Der Rhythmus unserer Trommel übertrug sich leider nicht auf das Spielfeld, auch wenn die nicht immer im Takt war. Die Mannschaft war es leider seltener.“

    USV Statistiken: S. Gienapp (17 Punkte, 7 Rebounds), H.C. Kober (9, 3 Ass.), P.Isensee (8, 4 Ass.), S. Marquardt (8, 6 Reb.), Voß (6), B.Fimpel (5), M.Fimpel (4), T. Barthel (4), S.Prentzel (3, 8 Reb.), R.Koch (3), C.Berlin(2)

    >>> Impressionen zum Spiel

    Category Herren I | Kein Kommentar »

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