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  • Niederlage zum Jahreswechsel

    Von Steven Sticken | 21. Dezember 2009

    Wer an ein Auswärtsspiel bei den Baskets aus Brandenburg denkt, erinnert sich automatisch an das heiße Oberliga-Finale im Mai 2008 und weiß, dass man dort 40 Min. konzentriert und engagiert zu Werke gehen muss, möchte man aus der Havelstadt einen Sieg mit nach Hause nehmen. Doch auch dieses Mal konnten die Basketballer des USV Potsdam nicht gewinnen, musste man sich mit 61:67 geschlagen geben.

    Dabei war die Vorgabe von Cheftrainer Christian Berlin zu Beginn klar formuliert: „Arsch aufreißen und ackern“. Die Ansprache trug zunächst Früchte und so konnte ein furioser Start aus Potsdamer Sicht hingelegt werden. Variabel am Brett, erfolgreich aus der Distanz durch Berthold Kober oder durch gute Drives zum Korb z.B. durch Michael Weise, die Mannverteidigung der Brandenburger wurde zügig Opfer des schnellen und willenstarken Spiels der Gäste. Potsdam konnte am Anfang auch die Rebounds dominieren und ließ keine zweiten Wurfchancen für die unglücklich agierenden Hausherren zu. So konnte man die Gastgeber bis zur fünften Minute bei Null Punkten halten und selber stattliche 12 Punkte erzielen. Erst dem erfahrenen Center Stephan Buhtz gelang es Brandenburg durch einen Korberfolg ins Spiel zu bringen.
    In den darauf folgenden Angriffen zogen die Brandenburger nun beherzt zum Korb, jedoch merkte man den Baskets immer noch deutlich an, dass ihr derzeit wichtigster Mann Alexis Laffo sich noch an der Baselinie warm machte. Im weiteren Verlauf des ersten Viertels entwickelte sich ein Run & Gun Spiel, bei dem Brandenburg versuchte seine langen Leute in Szene zu setzen und Potsdam über Schnellangriffe sein Heil suchte. 2,4 Sekunden vor Schluss hatte Potsdam dann noch ein kleines Highlight zu bieten: Einen Dreipunktewurf durch Michael Warsitzka, der aus acht Metern mit der Schlusssirene zum 30:17 aus Potsdamer Sicht einnetze. In der Viertelpause konnte man also auf erstaunliche 30 Punkte schauen und sich fragen, wann es eine so gute Offensivleistung das letzte Mal gegeben hat?! Es war ein klasse erste Viertel!

    Zu Beginn des zweiten Viertels kam Brandenburg wesentlich besser ins Spiel und schloss den ersten Angriff per Dreier über Matthias Jagla ab. Potsdam stellte seine Verteidigung auf eine 3-2-Zone um, doch diese konnte Laffo auf Brandenburger Seite nicht an seinen ersten sechs Punkten abhalten, Zwischenstand 32:24. Auch Brandenburg stellte seine Verteidigung um und verteidigte nun für das restliche Spiel in einer 2-3-Zonenaufstellung. Die Rebound-Überlegenheit des USV war ab diesem Zeitpunkt komplett egalisiert.
    Trotz einiger Rückschläge auf Grund von Schrittfehlern und Fehlpässen war der Ehrgeiz auf Seiten des USV ungebrochen, doch bei aller Energie konnte daraus punktetechnisch kein Profit gemacht werden. So hieß es zum Ende der ersten Halbzeit 36:32 aus Potsdamer Sicht. Sechs Punkte im zweiten Viertel, da war sie wieder, die Potsdamer Angriffsschwäche gegen eine Zonenverteidigung.

    Die ersten fünf Minuten des dritten Viertels waren dann wieder Run & Gun mit vielen Turnovers auf beiden Seiten. Erfolgreich waren nur zwei Schnellangriffe von Warsitzka und Leroy Pedro, welche den USV zwischenzeitlich 40 zu 32 in Front brachten. Doch Potsdam schlief in der Folge zweimal fatal in der Verteidigung und so konnte Benny Koch unbeirrt unterm freien Korb für Brandenburg punkten. Als dann auch der erste Dreier in diesem Viertel seinen Weg in den Potsdamer Korb fand, war beim Zwischenstand von 40:39 (6. Min.) jeglicher Vorsprung verpufft. Es folgte ein offener Schlagabtausch mit Schnellangriffen auf beiden Seiten, der mit einem 50:47 Viertelendstand aus Sicht des USV einen spannenden letzten Abschnitt versprach.

    Im vierten Viertel versuchte Potsdam nun das Fehlen des ausgefoulten etatmäßigen Brandenburger Aufbauspielers Chris Gericke effektiver zu nutzen und stellte wieder auf Mann-Mann-Verteidigung um. Dies wurde auf Brandenburger Seite sofort ausgenutzt, so bspw. durch Koch der sich immer wieder aus Eins gegen Eins-Situationen erfolgreich an die Freiwurflinie schicken ließ.
    Für die letzten fünf Minuten brachte Brandenburg erneut seine große Aufstellung aufs Feld. Potsdam antwortete mit einem wilden Dreier von Kober und holte sich die Führung wieder zurück. In den folgenden Angriffen standen die Center Schenk und Laffo im Mittelpunkt des Geschehens. Die beiden schenkten sich nichts und lieferten sich ein ansehnliches Match-Up. Vier Punkte Rückstand für den USV, die Antwort kam, wie so oft in diesem Spiel, von Kober per Dreier zum Zwischenstand von 61:62. Die Brandenburger Centerriege war aber hellwach und so nutze Laffo die Möglichkeit die Führung der Brandenburger zu festigen. Auch die anschließende Auszeit bei noch 35 Sekunden konnte den USV nicht mehr auf die Siegerstraße zurückführen. Der „Drops“ war gelutscht, vier Sekunden vor Schluss musste dann Schenk mit seinem letzten Foul vom Platz und Brandenburg durfte an die Linie, von wo der 61:67 Endstand besiegelt wurde.

    Es war ein durchweg faires Spiel mit hohem Tempo vor einer Zuschauerkulisse von ca. 80 Basketballfans und zwei sehr gut leitenden Schiedsrichtern. Leider ist die Festung Brandenburg auch diesmal nicht gefallen und das Punkteholen in der Havelstadt wird wohl auch bei einem möglichen Wiedersehen in den Playoffs eine schwierige Aufgabe.
    Die Herren 1 des USV rangieren nun hinter Königs Wusterhausen auf dem zweiten Tabellenplatz. Das nächste Spiel im Neuen Jahr findet gegen die Wood Street Giants aus Fürstenwalde am Samstag, den 9.1. um 16.30 Uhr in der heimischen Unihalle Golm statt.

    Text: Axel Schubert

    USV-Stats:
    Kober B. 24 Punkte (6 Dreier), Warsitzka 10, Weise 6, Fimpel M. 6, Schenk 4 (14 Rebounds, 4 Steals, 5 Blocks), Charnow 4, Pedro 4, Frenzel 3, Kober H.-C., Fimpel B., Johannes

    die kompletten Stats zum Spiel

    Category Herren I | Kein Kommentar »

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