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  • Duell um die Meisterschaft – USV empfängt Fürstenwalde

    Von Ludwig Schwabe | 3. März 2011

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    In einem wegweisenden Spiel für den Ausgang der Oberligameisterschaft trifft der USV Potsdam auf seinen Angstgegner der regulären Saison. Am Sonntag, den 6.03. treffen die Herren I um 16:00 im heimatlichen OSZ I (Jägerallee 23, 14467 Potsdam) auf den Tabellenführer der regulären Saison, die WSG Fürstenwalde.

    Beide Mannschaften treten auf unterschiedliche Art und Weise gehandicapt an: Musste die WSG nach zuvor fünf Siegen in Folge und dem erfolgreichen Playoffauftakt gegen Bernau II am letzten Wochenende eine schmerzliche 63:67 Niederlage in Cottbus hinnehmen, trägt die Mannschaft von Trainer Komossa schwer an der sie in dieser Woche ereilenden Nachricht. Center und Leistungsträger Friedrich Schenk wurde nach einem disqualifizierenden Foul im letzten Spiel mit einer harten Strafe von drei Spielen Sperre belegt. Dies macht die Aufgabe für den USV auch mit Blick auf die bisherigen direkten Duelle in dieser Saison nicht einfacher.

    In zwei Spielen gegen den Tabellenführer der regulären Saison zog Potsdam jeweils den Kürzeren. Dabei musste man zunächst am Einheitsfeiertag eine bittere Heimniederlage hinnehmen. Nach einem stetig engen und umkämpften Spiel verlor man knapp mit 66: 68.

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    Der USV, der damals auf die Topscorer Warsitzka und Schenk verzichten musste, startete zäh und das Spiel war von Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten gekennzeichnet. Potsdam tat sich schwer, gegen die engmaschige Zonenverteidigung der Gäste einfache Wurfmöglichkeiten zu finden und auch Fürstenwalde fand kaum zu einem offensiven Rhythmus, Im zweiten Viertel konnte man sich durch einen 10:2 Lauf absetzen, einzig WSG- Guard Dobrzewski konnte seine Mannschaft mit wilden, aber erfolgreichen Würfen im Spiel halten (27:22 Halbzeit).
    Ein paralleler Spielverlauf gestaltete sich im dritten Viertel: Erneut startete der USV engagiert und zog auf 39: 32 davon, wiederum waren es Dobrzewski und diesmal vor allen Dingen Sven Laser, die mit zahlreichen Ballgewinnen, Offensivrebounds und daraus resultierenden Punkten den USV-Spielfluss unterbrachen. In dieser Phase zeigte sich das wesentliche Manko des USV-Spiels an diesem Tage: Fehlende Spannung und Konzentration im Spielaufbau sowie die mangelnde Beherrschung ob strittiger Schiedsrichterentscheidungen. In der letzten Minute, in denen sich der USV entschied, die Uhr durch Fouls zu stoppen, entwickelte sich dann ein Freiwurfduell zwischen den beiden Teams, das der USV trotz einer mittelmäßigen Quote der Fürstenwalder auch noch verlor. Ein Dreier von Koch eine Sekunde vor Schluss hatte dann auch nur noch kosmetischen Charakter (66:68 ), der USV kassierte eine ärgerliche, weil unnötige Niederlage.

    Statistik USV-FüWa vom 3.10.10
    Highlights des Hinspiels

    Auch im zweiten Spiel standen die Vorzeichen schlecht: Schon die Vorzeichen standen vor Spielbeginn schlecht: Ohnehin nur mit zehn Spielern angereist, trat die Mannschaft die Auswärtstour verspätetet an, verlor auf dem Weg nach Fürstenwalde auch noch die Leistungsträger Kober und Schenk auf der Autobahn, so daß diese erst unmittelbar vor Spielbeginn eintrafen. Alles andere als optimale Vorraussetzungen also für ein wichtiges Spiel im Kampf um die Tabellenführung und die Playoffs. Coach Komossa war so gezwungen seine Startformation zu verändern und begann mit Grude, Warsitzka, Fock, Henze und Johannes. Das erste Viertel war zwar noch ausgeglichen und Potsdam konnte durch geduldiges Spiel seine Punkte gegen die Fürstenwalder Zonenverteidigung machen. Schon im zweiten Viertel schlich sich aber der Wurm ins Potsdamer Spiel. Zu selten fand der Ball den Weg in den Ring, obwohl sich klare und gute Wurfchancen erarbeitet wurden. Die Leistungsträger des letzten Wochenendes Warsitzka und Kober erwischten einen rabenschwarzen Tag (6 von 31 Treffer aus dem Feld) und mit Ausnahme von Center Friedrich Schenk (28 Punkte, 18 Rebounds und 11-16 Feldwurfquote) zeigte man eine miserable Wurfausbeute in allen Belangen (32,4% aus dem Feld, 20% Dreier sowie 51,7% Freiwürfe). Einzig die Reboundüberlegenheit (49 zu 32) hielt die Potsdamer einigermaßen im Spiel. Potsdam fand viel zu spät zu seinem Spiel, erst zum Ende des 4. Viertel fand der USV seinen Rhythmus, zu spät wie sich herausstellte. Auch Fürstenwalde bekleckerte sich nicht mit Ruhm, war aber von zwei schwachen Mannschaften an diesem Abend die bessere und so auch letztlich der verdiente Sieger. Eines Spitzenduell würdig war dieses Spiel aber zu keiner Zeit. Bei Fürstenwalde waren es Routinier und Allrounder Sven Laser (18 Punkte, 8 Rebounds, 5 Assists und 4 Steals) und Sebastian Mundt (16 Pkt/ 7 Rebounds), die die Mannschaft zum Sieg trugen.

    Statistik USV-FüWa vom 11.12.10

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    In der WSG Fürstenwalde trifft Potsdam auf einen Gegner, der besonders in der Defensive immer wieder besticht. Mit 57,7 Punkten kassierte man mit Abstand die wenigstens Punkte von allen Playoffteilnehmern, immer wieder schafft es die dichtgestaffelte Zonenverteidigung die Gegner vor Probleme zu stellen. Offensiv wird Fürstenwalde immer wieder von Routinier Sven Laser (17,4 Pkt. im Schnitt) getragen, der es immer wieder schafft, seinen Gegenspielern unter dem Korb zu entwischen und einfache Körbe zu erzielen. Zudem reist Fürstenwalde mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch nach Potsdam: Die nach einiger Aussage schlechte Trainingsleistung der letzten Wochen sowie der Ärger auf die Schiedsrichterleistung des letzten Spieltages lassen eine voll motivierte Mannschaft erwarten.

    Der USV seinerseits kann in den Playoffs bisher mit einer weißen Weste aufwarten. Der Ausfall von Friedrich Schenk wird mit dem Einsatz von Routinier Sven Marquardt von den zweiten Herren gekontert, der für Ausgeglichenheit unter den Körben sorgen sollte. Trainer Komossa zeigt sich auch angesichts des Ausfalls von Schenk kämpferisch: „Wir müssen am Sonntag versuchen, bestmöglich den Schock über diese harte Strafe zu kompensieren. Wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen. Jetzt gilt es als Team noch enger zusammenzurücken. Jeder einzelne muss noch ein Schippchen mehr in die Waagschale werfen. Ich erwarte Fürstenwalde wieder mit einer kompakten und aggressiven Verteidigung. Jedoch mit den Fans im Rücken und ein bisschen Glück und noch mehr Verstand können wir auch Sonntag bestehen“.

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