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  • Nachtrag Herren II – Doppelsieg mit weinendem Auge

    Von Ludwig Schwabe | 8. Dezember 2011

    Die Herren II des USV Potsdam konnte sich mit zwei Siegen am vergangenen Wochenende an die Tabellenspitze der Landesliga Brandenburg katapultieren. Gegen die Strausberg Mustangs (81:54) und den Gastgeber Red Dragons KWH II (52:40) überzeugte die am Ende stark dezimierte Mannschaft durch Geschlossenheit und unbeugsamen Kampfgeist. Einziger Wermutstropfen für Team und Trainer waren die schweren Knieverletzungen von Center Michael Weise und Kapitän Ludwig Schwabe.

    Aktuelle Tabelle der Landesliga Brandenburg

    In das erste Spiel gegen Strausberg ging der USV siegesgewiss, hatten die Potsdamer doch schon vor Wochenfrist überzeugend gegen die Mustangs gewinnen können. Zu siegesgewiss, wie sich bald herausstellen sollte. Der USV agierte am Anfang übereifrig und die erfahrenen Strausberger netzten locker ein (0:7). Zu allem Übel machte sich auch noch die rechte Kniescheibe von Kapitän Ludwig Schwabe im ersten Viertel von dannen und beendete für ihn vorschnell den Spieltag. Das Team von Trainer Schäfer erholte sich aber relativ schnell von diesem Schock und konnte durch eine besser werdende Verteidigung schon zu Ende des ersten Viertels in Führung gehen (17:14). Im zweiten Viertel nahm sich, wie so oft an diesem Tag, Alex Will (12 Punkte/ 5 Steals) ein Herz, klaute Ball um Ball und zog nach Belieben gegen die Strausberger Verteidigung. Auch der Rest des Teams fand nun offene Räume und Würfe. Insbesondere die Jugendspieler (Benny Gienapp mit 11 Punkten und 5 Steals, Hanno Conrad mit 6 Pkt.) zeigten endlich, daß Training und Mühen der letzten Jahre, wenn richtig angewendet, auch Früchte tragen können. So konnte sich der USV schon zur Pause deutlich absetzen (52:24). Strausberg, das zudem ohne seinen etatmäßigen Center antrat (Konsequenz: 50 zu 28 Rebounds für den USV), hatte dann in der zweiten Halbzeit mit immer müder werdenden Beinen angesichts des für sie schon zweiten Spiels des Tages nichts mehr entgegenzusetzen. Die USVler konnte sowohl das dritte  (16:10) als auch das vierteViertel (23:20) für sich entscheiden und fuhren einen nie gefährdeten 81:54 Sieg ein.

    Erfolgreichster Punktesammler des USV, bei dem fünf Akteure zweistellig punkten konnten, war Lennart Guder mit 17 Punkten und 16 Rebounds. Auf Strausberger Seite war Bonke mit 15 am treffsichersten.

    Komplette Statistik Usv2 vs Strausberg

    Das zweite Spiel des Tages sah dann die wesentlich schwierigere Aufgabe für den USV vor. Die zweite Mannschaft der Red Dragons, vor der Saison mit dem Ziel „Aufstieg“ angetreten, wollte sich vor heimischen Publikum nach bis dahin vier Siegen  (KW gewann das erste Spiel des Tages ebenfalls gegen Strausberg) und einer Niederlage weiter in der Spitze festsetzen. Nachdem der USV schon auf Kapitän Schwabe verzichten musste, verabschiedete sich auch Lennart Guder nach dem ersten Spiel gen Herren I. Alles andere als ideale Voraussetzungen also…

    Der USV startete jedoch wie die Feuerwehr und konnte durch intelligentes Paßspiel, konsequente und aggressive Verteidigung sowie gute Reboundarbeit einen deutlichen Vorsprung in den ersten beiden Vierteln herausarbeiten. Insbesondere Guard Brzezinski konnte mit sicherem Dribbling und treffsicherer Hand KW vor einige Probleme stellen. Aber der nächste Hammer folgte schon: Center Micha Weise, der bis dahin einen sehr guten Tag erwischt hatte, verdrehte sich beim Aufposten auch noch das Knie und musste vom Feld getragen werden. Angesichts dieser Verletzenmisere und der Tatsache, daß der verbliebene Center Jan Johannes zur Pause auch schon mit drei Fouls belastet war, erschien der schöne Vorsprung auch nicht mehr so rosig.

    Königs Wusterhausen stellte nach der Halbzeit auf eine Zonenverteidigung um und versuchte so die Aufholjagd anzublasen. Aber den Willen der Mannen von Trainer Schäfer schien an diesem Tag nichts brechen zu können. Zwar waren die eigenen Mittel und Versuche gegen die Zone auch eher bescheiden und von wenig Erfolg gekrönt. Doch die durchweg aggressive Verteidigung des USV ließ eben auch keine Punkte zu und hielt die Dragons letztlich bei der geringsten Punkteausbeute (40) einer Mannschaft in der bisherigen Landesligasaison. Potsdam war im letzten Viertel sichtlich erschöpft und teilweise sogar mit Max Fimpel als Center unterwegs. Dieser holte aber Offensivrebound um Offensivrebound, das ganze Team gab sich nie auf und sicherte sich so den verdienten Sieg (51:40).

    USV-Trainer Schäfer war im Anschluss dann auch sichtlich stolz auf das Team: „Um ganz ehrlich zu sein, hat das Team uns Trainer heute überrascht. Angesichts der Widrigkeiten war es toll, wie das Team sich nie aufgegeben hat und völlig verdient diese zwei Siege eingefahren hat. Eine tolle Leistung! Diese Intensität wünsche ich mir aber immer“. Der USV kann nun (mit zwei absolvierten Spielen mehr als der Tabellenzweite Eisenhüttenstadt) als Landesligaerster den Jahreswechsel begehen. Genügend Zeit bis zum nächsten Spiel, um die Wunden zu lecken, bleibt hoffentlich. „Die Verletzungen treffen uns sehr schwer. Nachdem ja schon Martin Steinrück und Nico Czersanowski länger ausfallen, wird es mit der Verletzung von Micha unter dem Brett langsam dünn. Und auch die Aggressivität des Kapitanos wird uns fehlen. Hier zählt bei beiden aber erst mal wieder gesund zu werden“. Der nächste Spieltag steigt erst am 8.01.12 erneut gegen KWH II und die dritten Herren des USV.

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