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  • USV bei Stahnsdorf II – „Wo Glaube ist, ist Hoffnung…

    Von Ludwig Schwabe | 2. März 2012

    …und wo Hoffnung ist, geschehen Wunder.“

    Auf Wunder muss der USV in der 2. Regionalliga Ost noch nicht hoffen, allerdings ist die Ausgangslage im Abstiegskampf durch die Niederlage am letzten Spieltag gegen die DBV Charlottenburg II nicht einfacher geworden. Immer noch kann der USV sein Schicksal bei noch vier ausstehenden Partien selber in die Hände nehmen und versucht dies in einem ersten Schritt am Samstag, den 3.03. um 15 Uhr beim Lokalrivalen RSV Stahnsdorf II.

    Durch die erwähnte Niederlage und den damit verlorenen direkten Vergleich findet sich der USV erstmals seit langem wieder auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Weiterhin haben aber alle drei Abstiegskandidaten (ISS, DBV II und der USV) je drei Siege auf der Habenseite. Entschieden ist also noch nichts. USV-Trainer Burkhard arbeitet dann auch mit all seiner urbayrischen Entschlossenheit und dem dazugehörigen Optimismus gegen drohende Abstiegsszenarien an: „Die Stimmung ist gut in der Mannschaft und viel wichtiger, der Glaube ist noch da.“ Selbst Burkhard kann aber die Notwendigkeit zu punkten, nicht leugnen. „Wir müssen aus den letzten Partieen mindestens zwei Siege holen, um noch eine realistische Chance auf den Klassenerhalt zu haben“.

    Gegen den RSV Stahnsdorf II gelang dies in der Hinrunde in letzter Sekunde und mit Ach und Krach.

    Schon vor Anpfiff standen damals die Vorzeichen sehr günstig für den USV. Die Stahnsdorfer mussten auf ihre für die erste Mannschaft antretenden Leistungsträger Treml und Lange verzichten und gingen so mit einer Rumpftruppe, die unter anderem durch den 14jährigen Guard Daniel Mixich ergänzt wurde, an den Start. Leider nutzte der USV die zum Greifen nahen Chancen gegen die geschwächten Stahnsdorfer anfangs nicht und startete unkonzentriert und verschlafen in die Partie (2:6). Langsam griff dann die Verteidigung der Potsdamer und zum Ende des ersten Viertels konnte eine knappe Führung herausgearbeitet werden (14:12). Auch im zweiten Viertel blieb das Spiel eng und umkämpft, keine der beiden Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Der weiterhin verhaltenen Intensität der Potsdamer setzte der angeschlagen ins Spiel gegangene Benedikt Fimpel dann ein deutliches Signal entgegen. Durch engagierten Zug zum Korb punktete er ein ums andere Mal (7 Punkte im 2. Viertel) und warf sich auch in der Verteidigung nach jedem vermeintlich schon verlorenen Ball. Trotzdem endete die erste Halbzeit in dem Duell zweier, zu dieser Zeit offensivschwachen Teams nahezu ausgeglichen (25:23). Das dritte Viertel begann mit einer Chaosphase auf beiden Seiten – wilde Würfe, unnötige Ballverluste und einfach vergebene Wurfchancen wechselten sich ab. Zudem machte sich in dieser Phase das Fehlen der beruhigenden Hand des Stammaufbauspielers Marek Grund (Grippe) bemerkbar. Der USV hatte immer wieder Probleme gegen den Druck auf die eigenen Aufbauspieler in seine Offensivsysteme zu kommen und erntete in der Folge mehrere Überschreitungen der erlaubten Angriffszeit (insgesamt erneut 26 Ballverluste). Auch Center Paul Naumann konnte sich gegen die langen Centerspieler seiner alten Mannschaft nicht so wirkungsvoll wie in den Spielen zuvor in Szene setzen, räumte dafür aber unter den Körben energisch ab (20 Rebounds). Trotzdem ging der USV noch mit einer Führung in das abschließende Viertel (34:33).

    Im letzten Viertel wurde das Spiel dann endlich schneller und attraktiver. Zum Leidwesen der ca. 90 USV-Fans nutzte das aber insbesondere der Gast aus Stahnsdorf wirkungsvoller und ging in Führung (46:49, 2:29 min.) In der Schlussphase wurde es dann ganz dramatisch: Beim Stand von 49:51 zog Flügel Thauern mit Dampf zum Brett, wurde gefoult und konnte beide Freiwürfe verwandeln (51:51, 0:51 min.). Gleiches Bild dann auf der anderen Seite, der Stahnsdorfer Aufbauspieler, ebenfalls gefoult, netzte sicher beide ein (51:53, 0:22 min.). Der vermeintlich letzte Angriffsversuch der Potsdamer landete dann bei Michael Warsitzka, der beim Zug zum Brett wiederum gefoult wurde. Der erste Versuch saß sicher, doch ein kollektiver Seufzer erfasste die Halle als der zweite Freiwurf auf dem Ring landete. Doch Potsdam konnte sich den Offensivrebound sichern und in den nahezu letzten Sekunden versetzte der Treffer von Patrick Isensee aus der Mitteldistanz die Halle in ein Tollhaus (54:53, 0:04min). Der letzte verzweifelte Wurfversuch nach Auszeit Stahnsdorfs von Kai Landvoigt fand nicht sein Ziel und Potsdam wurde zum glücklicheren Sieger einer spannenden Partie.

    Beim USV punkteten damals Michael Warsitzka (11), Benedikt Fimpel (10) und Paul Naumann (9/ 20 Rebounds) am erfolgreichsten, Stahnsdorf hatte im langen Center Höbold (16/13) und Borchert (10) seine besten Scorer.

    Komplette Statistik

    Zudem war dies bis dato der letzte Sieg für den USV, neun lange Spiele blieb man seitdem sieglos. Der RSV hegt auch gerade aufgrund der Dramatik des Hinspiel nach eigener Aussage erhebliche Rachegelüste. Ähnlich wie im Hinspiel kann Trainer Jaime Meißner aber erneut nicht auf seine beste Mannschaft zurückgreifen. Aufgrund von Verletzungen und des zeitgleichen Spiels der ersten Mannschaft fallen möglicherweise bis zu sieben Spieler aus. Besonders der Ausfall von Jorch, Mackeldanz und Center Leroy Höbold, der dem USV im Hinspiel doch gehörig zusetzte, wiegt schwer.

    So oder so wird diese Partie kein Selbstläufer. „Egal wie Stahnsdorf auftritt, werden sie über vierzig Minuten bissig marschieren. Ähnlich wie wir arbeiten sie mit viel Herz und Kampf und haben viel individuelle Stärke und eine klare offensive Struktur“, so Burkhard. Gerade gegen die aggressive Verteidigung des eigenen Aufbaus, mit der der USV im Hinspiel ordentlich zu kämpfen hatte, erwartet Burkhard aber eine Verbesserung: „Durch das häufige Training aber auch Spiel gegen Pressverteidigungen denke ich, daß unsere Aufbauspieler abgezockter und ruhiger agieren werden“. Abschließend äußerte sich ein entschlossener Burkhard: „Die Umstände spielen uns natürlich ein bisschen in die Karten. Es liegt nun an uns, dem RSV den Zahn zu ziehen“. Burkhard selber kann wieder auf Benedikt Fimpel zurückgreifen, muss aber weiterhin auf Christof Thauern (Muskelverletzung) sowie zusätzlich auf Patrick Isensee verzichten.

    Category Herren I | 3 Kommentare »

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    3 Kommentare to “USV bei Stahnsdorf II – „Wo Glaube ist, ist Hoffnung…”

    1. Die Sense sagt:

      Lag ich doch mit der Überschrift richtig:
      90:72 Sieg gegen RSV II !!!
      Glückwunsch Jungs und weiter so!

    Kommentare