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  • Heartbreaker – Abstieg in letzter Sekunde

    Von Ludwig Schwabe | 27. März 2012

    Der USV Potsdam musste am Wochenende all seine Träume auf den Klassenerhalt in der 2. Regionalliga Ost in buchstäblich letzter Sekunde begraben. Trotz des eigenen überzeugenden Sieges gegen den Tabellenletzten mit 73:54 (32:26) vor einer berauschenden Kulisse im heimischen Golm waren es letztendlich die Routiniers der DBV Charlottenburg II, die durch eine starke und überraschende Leistung beim Meister  SSC Südwest (71:70) von dem Fehlwurf der Gegner in der letzten Sekunde profitierten und die Klasse hielten. Der USV steigt somit nach nur einer Saison und trotz einer tollen Entwicklung des gesamten Teams wieder in die Oberliga Brandenburg ab.

    Abschlusstabelle der 2. Regionalliga Ost

    Dabei sammelte sich am Samstag nahezu der gesamte Anhang des USV in der Golmer Universitätssporthalle. Die Aktion „Sei schlau. Komm in blau“ zeigte Wirkung und viele der über 100 Anhänger kramten ihre ältesten Jersey aus der Mottenkiste, um dem Verein ihre Unterstützung zu signalisieren. Vor dieser beeindruckenden Kulisse erwischte der USV aber zunächst einen Fehlstart. Sowohl offensiv als auch defensiv wollte nichts so recht zusammenlaufen und so sah sich das Team von Trainer Burkhard Anfang des ersten Viertels einem Neunpunkterückstand gegenüber. Erst zum Ende des ersten Viertels rappelte sich die Mannschaft auf, verkürzte und konnte durch einen Dreier von Berthold Kober mit der Viertelsirene erstmals in Führung gehen. Ab da griff die engagierte Potsdamer Verteidigung und der USV konnte unterstützt seine Führung ausbauen. Einen entscheidenden Push erhielt das Team von den Reservebrettspielern Henze (8 Punkte in 12 Minuten) und Chris Marx (8 Punkte/ 7 Rebounds/ 4 Steals) in seinem erst dritten Spiel für den USV. Unterstützt von dieser Energiespritze sicherten sich die Potsdamer eine 32:26 Halbzeitführung.

    Im dritten und vierten Viertel waren es dann wieder die etablierten Spieler um Topscorer Marcel Karge (18) und Berthold Kober (11), die das USV-Schiff auf Siegkurs hielt. Verbunden mit einer starken Defensivleistung, die ISS bei 28% Wurfquote hielt, geriet der Sieg (Endergebnis 73:54) nicht mehr in Gefahr und die Stimmung war nahezu am Überkochen. Doch noch war nicht aller Tage Abend…

    Statistik Usv vs ISS

    ShotCharts USV vs ISS

    Alle Blicke richteten sich nun nach Berlin und auf den Sonntagabend mit dem Duell des DBV Charlottenburg II beim seit 18 Spielen ungeschlagenen Meister SSC Südwest Berlin. Nur eine Niederlage der Charlottenburger konnte bei verlorenem direkten Vergleich den USV-Klassenerhalt sichern. Nahezu das gesamte USV-Team, das Trainergespann und einige Fans erlebten mit weiteren 150 Zuschauern eine dramatische Partie. Der Meister fand, obwohl in Bestbesetzung, nie richtig zu seinem Spiel. Die aufopferungsvoll kämpfenden Charlottenburger gerieten dennoch 40 Sekunden vor Schluß erstmal in Rückstand (69:70). Im Gegenzug war es dann Routinier Milan Pesic, der durch einen akrobatischen Korbleger zur erneuten Führung punkten konnte. Nun wurde es ganz dramatisch: Südwests Barreras zog bei auslaufender Spieluhr zum Korb und passte auf einen freistehenden Mitspieler. Freier Wurf für Südwest – endlose lange Sekunden für den USV-Anhang – daneben! Mit der Schlusssekunde sicherte sich die DBV II den Klassenerhalt und hinterliess ein trauerndes Potsdam.

    Dieser Sieg des DBV II besiegelte den Abstieg des USV Potsdam und eine aufregende Saison als Aufsteiger in der 2. Regionalliga Ost. Trotz aller unmittelbaren Enttäuschung sieht USV-Trainer Burkhard die Saison trotz des unglücklichen Ausgangs als Erfolg und äußerst positive Erfahrung: „Sport kann manchmal ungerecht sein. Letztendlich hat ein Korb die gesamte Saison für uns entschieden. Ich persönlich will es immer noch nicht glauben, was gestern in Charlottenburg passiert ist. Dramatischer hätte die Saison nicht zu Ende gehen können, aber als fairer Sportsmann muss ich mit einem extrem bitteren Nachgeschmack, die Leistung der DBV anerkennen. So schwer es mir auch fällt.
    Trotzdem, möchte ich mich an dieser Stelle bei allen Beteiligten für eine tolle und atemberaubende Saison bedanken. Es ist bewundernswert wie sich die Mannschaft dieses Jahr entwickelt hat und welche Höhen und Tiefen wir gemeinsam überstanden haben. Jeder einzelne Spieler des Teams hat in dieser Saison eine riesige Entwicklung vorgenommen und auch das Kollektiv hat sich von Spiel zu Spiel als harmonisches Ganzes präsentiert. Besonders muss man wohl an dieser Stelle den Teamgeist und die Topcharaktere hervorheben. Selbst in den schwierigsten Situationen der Saison haben wir einen klaren Kopf bewahrt und bewiesen, dass wir eine geschlossene Moral haben. Der Teamspirit war sensationell. Natürlich muss ich auch meinen besonderen Dank an alle Fans, Funktionäre, Trainer, Macher, Familien, Freunde, Kinder und alle, die ich sonst noch vergessen habe, richten. Mit eurer Unterstützung habt ihr dazu beigetragen, meine Arbeit zu erleichtern und die Mannschaft in so mancher Situation gestärkt. Vielen Dank an alle und ich bin stolz darauf ein Bestandteil des USV geworden zu sein.“

    Category Herren I | 4 Kommentare »

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    4 Kommentare to “Heartbreaker – Abstieg in letzter Sekunde”

    1. jens sagt:

      der direkte aufstieg wäre mehr als verdient!!! auf geht´s jungs.

    2. betti sagt:

      So schön war’s am Sonnabend!!
      Ich will nicht, dass wir absteigen und die Mannschaft ist gerade so genial….
      Glückwunsch nochmal ans Team, die Trainer und die Organisatoren dahinter!
      <3 USV <3

    Kommentare