Herren 2: Auswärtserfolg in Lauchhammer

Am vergangenen Samstag bestritten die Herren 2 des USV Potsdam Basketball ihr viertes Saisonspiel. Mit nur einer Niederlage aus den ersten vier Spielen und dem Rückenwind aus dem eindeutigen Sieg bei Meisterschaftsmitfavorit Oranienburg ging es gegen das Team aus Stahl. Und die spielten ihr Spiel so routiniert wie eh und je, angeführt vom starken älteren Bruder der Heisings und Apollo, die immer wieder am Ende von schnellen Passstafetten und indirekten Blöcken diese erfolgreich verwerteten. Dadurch ergaben sich hohe Trefferquoten aus dem Feld für die BGL und als USV war man bis zur Halbzeit beständig mit unter fünf Punkten im Rückstand.

Dabei waren die Rollen vor dem Spiel eigentlich klar verteilt, so viele Siege der USV Potsdam auf der Habenseite hatte so viele hatte die BGL an Niederlagen. Zudem konnte man seit langem einmal wieder mit der kompletten Rotation antreten, hatte sogar den Luxus Leins und Volck für die Herren 3 zu schonen und die Trainingsbeteiligung näherte sich, mit dem Beginn des Semesters kurz vor den Türen, wieder der Idealvorstellung an. Doch nahm man anscheinend die Oberliga-Veteranen aus der Lausitz nicht wirklich ernst und so fehlte es gerade in der Defensive zu Anfang an Intensität. Die kleinen, aber wichtigen Dinge, wie das Coach-Gespann Radandt/Brzezinski beteuert, hatte man vernachlässigt – Kommunikation, Aufmerksamkeit, Box-out, Wille.

Dafür nimmt gerade Coach Brzezinski die Schuld auf sich und sagte nach dem Spiel: „Vor dem Spiel habe ich wohl die falschen Worte gewählt. Hat die Ansprache vor dem Oranienburg-Spiel noch alles Wichtige an Taktik zusammengefasst und den Fokus auf das Spiel gelegt, so ist es mir diesmal misslungen, die Emotionen der Spieler zu berühren und sie mitzureißen“. Vorne hatte man, wie erwartet, viele freie Würfe aus der 3-Punkt-Distanz und da man sich anfangs nicht treffsicher zeigte, schwand das Selbstbewusstsein und man versuchte vergeblich in die dichte Zone vorzudringen.

Zur zweiten Halbzeit lag man mit einem Punkt zurück und man gab sich und den Schiedsrichtern eine neue Chance und beide Parteien enttäuschten nicht. Mit einem schnellen 12:0 Run im dritten Viertel erspielte man sich einen zweistelligen Vorsprung und in der Folge fiel dieser niemals unter acht Punkte. Letztlich gewann man das wenig ansehnliche Spiel mit 70:60, weshalb wir uns bei unseren Fans und dem Kampfgericht entschuldigen und Besserung zum nächsten Spiel versprechen. Individuell stach vor allem Marx heraus, der defensiv wie offensiv eine Premium-Performance ablieferte, obwohl auch er sich unerwartet ruhig und ausgeglichen im Spiel zeigte – ein weiterer Beweis für die schwache Ansprache vor dem Spiel.

 

In der dritten Halbzeit konnte man im Anschluss die enttäuschenden spielerischen Vorzeichen umkehren. Im neuen Hause Koch wurde u.a. durch Top-Kulinarik und Fünf-Sterne-Unterhaltung ein enormer Beitrag zur Team-Chemie geleistet – ein Dank an den Veranstalter. Hier hat sich der Steh-auf-Charakter der Mannschaft einmal mehr bewiesen, denn auch nach deprimierenden Leistungen findet man doch schnell zurück auf den Pfad der Heiterkeit, auch wenn dabei leistungssteigernde Mittel mit von der Partie waren.

Aufgrund der gleichzeitigen und überraschenden Niederlage des bisher ausschließlich spielenden RSV Stahnsdorf schiebt sich der USV somit an die geteilte Tabellenspitze. Und das nächste Spiel bietet gleich das Gipfeltreffen, auf das wir alle so gespannt warten. Am Samstag, den 3.11, steigt die Partie um 15.00 Uhr in der Golmer Universitätssporthalle. Bis dahin hat der USV drei Wochen Zeit, sich vorzubereiten und seinen Rhythmus wiederzufinden. Coach Radandt und Brzezinski müssen in den Trainingseinheiten nun ihr A-Game aufbieten, damit man bestmöglich vorbereitet in die Partie geht.

Nicht zu vergessen sei der Dank an die BGL, die Schiedsrichter, das Kampfgericht und die Fans!

JB

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